Büroausstattung Checkliste: Möbel, Technik & Kosten

📋 Büroausstattung-Checkliste: was jeder Arbeitsplatz braucht ✓ ergonomische Möbel ✓ Technik ✓ Flächen-Richtwerte (ASR) ✓ Kosten & Spartipp mit Gebrauchtmöbeln.

Büroausstattung Checkliste: ergonomische Möbel, Technik und Flächen-Richtwerte für den Arbeitsplatz

Ein neues Büro einrichten, einen Arbeitsplatz nachrüsten oder das Homeoffice professionell ausstatten – schnell stellt sich die Frage: Was gehört eigentlich alles dazu? Eine vollständige Büroausstattung ist mehr als Schreibtisch und Stuhl. Sie umfasst ergonomische Möbel, funktionale Technik, gute Beleuchtung, durchdachte Akustik und Organisationshilfen – und sie muss gesetzliche Vorgaben zu Fläche und Ergonomie einhalten. Wer nichts vergessen will, arbeitet am besten mit einer Checkliste.

Diese Checkliste führt durch alle Bereiche: von den unverzichtbaren Möbeln über die Technik bis zu Licht, Akustik und Organisation. Sie nennt die wichtigsten Flächen- und Ergonomie-Richtwerte, gibt eine realistische Kostenorientierung pro Arbeitsplatz – und zeigt, wo sich ohne Qualitätsverlust sparen lässt. Denn ein oft übersehener Hebel ist der Griff zu geprüften gebrauchten Markenmöbeln: gleiche Ergonomie, oft zu 40 bis 60 Prozent des Neupreises.

Am Ende steht die komplette Liste zum Abhaken. Ein Hinweis vorab: Die genannten Flächen- und Kostenangaben sind Richt- und Orientierungswerte; die konkreten Anforderungen im Einzelfall ergeben sich aus der Arbeitsstättenverordnung, den Technischen Regeln und Ihrer individuellen Situation.

1. Was zur Büroausstattung gehört

Eine vollständige Büroausstattung lässt sich in fünf Bereiche gliedern: Möbel, Technik, Beleuchtung, Akustik und Organisation. Die Basis bilden ein ergonomischer Bürostuhl und ein ausreichend großer, höhenverstellbarer Schreibtisch; darauf bauen die IT-Ausstattung, das Lichtkonzept, Maßnahmen gegen Lärm und die kleinen Organisationshelfer auf, die den Alltag erst rund machen. Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Kennzahlen ein.

Büroausstattung in Zahlen

Büroausstattung in Zahlen

Was ein Arbeitsplatz braucht – und was er kostet
8–10 m²
Mindestfläche je Arbeitsplatz im Zellenbüro (Richtwert) – im Großraum eher 12–15 m² inklusive Verkehrsflächen
ASR A1.2
5 Bereiche
gehören zur vollständigen Ausstattung: Möbel, Technik, Beleuchtung, Akustik und Organisation
Ausstattungs-Bereiche
ab ~650 €
kostet ein funktionaler Arbeitsplatz; ergonomisch und hochwertig eher ab 1.450 € aufwärts
Orientierung pro Platz
−40–60 %
spart, wer auf geprüfte gebrauchte Büromöbel statt Neuware setzt – bei gleicher Ergonomie
Gebraucht statt neu

Warum sich der Aufwand lohnt, zeigt sich an zwei Punkten. Erstens ist die Ausstattung ein Gesundheits- und Produktivitätsfaktor: Langes Sitzen und einseitige Belastung prägen den Büroalltag, und schlechte Ergonomie führt zu Beschwerden und Ausfalltagen. Zweitens ist sie ein Signal an die Mitarbeitenden – ein modern und durchdacht eingerichteter Arbeitsplatz zeigt Wertschätzung und hilft, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Die Investition in eine gute Ausstattung ist damit keine reine Kostenfrage, sondern Vorsorge und Arbeitgebersignal zugleich.

Mit der Verbreitung von Homeoffice und hybriden Modellen stellt sich die Frage nach der richtigen Büroausstattung heute doppelt – im Unternehmen und am häuslichen Arbeitsplatz. Die Anforderungen bleiben dieselben: ein ergonomischer Stuhl, ein höhenverstellbarer Tisch und eine vernünftige Bildschirmausstattung sind zu Hause genauso wichtig wie im Büro. Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten auch im Homeoffice eine ordentliche Ausstattung ermöglichen, beugen Beschwerden vor und zeigen, dass Gesundheit nicht am Bürotor endet. Eine Checkliste hilft, an beiden Orten denselben Standard zu sichern.

2. Die Checkliste auf einen Blick

Hier die komplette Grundausstattung eines Arbeitsplatzes, geordnet nach den fünf Bereichen. Diese Liste lässt sich direkt als Vorlage zum Abhaken nutzen – ergänzt um das, was Ihre konkrete Tätigkeit zusätzlich erfordert.

BereichGrundausstattung
Möbelhöhenverstellbarer Schreibtisch, ergonomischer Bürostuhl (mit GS-Zeichen), Rollcontainer und Stauraum
TechnikPC oder Laptop, ein bis zwei Monitore, ergonomische Tastatur und Maus, Headset, schnelles Internet
BeleuchtungTageslicht, Grundbeleuchtung und eine dimmbare, blendfreie Arbeitsplatzleuchte
Akustik & KlimaAkustikpaneele oder Teppich gegen Lärm, angenehme Temperatur und Luftfeuchte, Pflanzen
OrganisationKabelmanagement, Ablagen, Whiteboard oder Pinnwand, Büromaterial

Diese fünf Bereiche bilden den Kern jeder Büroausstattung. Je nach Aufgabe kommen Spezialgeräte hinzu – ein zweiter Monitor für Grafik- oder Analysearbeit, ein Aktenschrank für papierintensive Tätigkeiten, ein abschließbares Fach für Vertrauliches. Wer den Arbeitsplatz für wechselnde Nutzer plant (Desk-Sharing), sollte besonders auf die einfache und werkzeuglose Verstellbarkeit von Stuhl und Tisch achten, damit sich jede Person den Platz schnell anpassen kann.

Am besten nutzen Sie diese Liste als Vorlage: Gehen Sie sie Bereich für Bereich durch, haken Sie Vorhandenes ab und notieren Sie, was noch fehlt oder ersetzt werden muss. So wird aus der allgemeinen Checkliste schnell eine konkrete Beschaffungsliste für Ihr Büro – inklusive Mengen und Budget.

Branchenspezifische Anforderungen kommen obendrauf: Ein Konstruktionsbüro braucht große Bildschirme und leistungsstarke Rechner, ein Beratungsbüro vor allem ruhige Telefonzonen, ein kreatives Team Flächen für den Austausch. Die Grundausstattung ist überall gleich – die Feinheiten richten sich nach der Tätigkeit.

3. Ergonomische Möbel: Stuhl und Schreibtisch

Möbel sind das Herzstück jeder Büroausstattung – und der Bereich, in dem sich gute von schlechter Ergonomie am deutlichsten unterscheidet. Der Bürostuhl sollte über eine Synchronmechanik mit Gewichtseinstellung verfügen, bei der sich Sitzfläche und Rückenlehne dynamisch mitbewegen, dazu eine verstellbare Lordosenstütze für den unteren Rücken und anpassbare Armlehnen. Ein GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit") signalisiert, dass der Stuhl von einer unabhängigen Stelle nach dem Produktsicherheitsgesetz geprüft wurde – ein wichtiges Qualitätskriterium beim Kauf.

Der Schreibtisch sollte höhenverstellbar sein, um den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen zu ermöglichen, und eine ausreichend große Arbeitsfläche bieten – als Richtwert eine Breite von mehr als 1,2 Metern, damit Monitor, Tastatur und Unterlagen Platz finden. Der regelmäßige Haltungswechsel aktiviert die Muskulatur, fördert die Durchblutung und entlastet die Wirbelsäule; statisches Dauersitzen ist dagegen einer der häufigsten Auslöser von Rückenbeschwerden. Ergänzt werden Stuhl und Tisch durch Stauraum wie Rollcontainer oder Regale, der für Ordnung sorgt, ohne die Arbeitsfläche zu überladen. Wer die Ergonomie vertiefen möchte, findet im Ratgeber zum ergonomischen Arbeitsplatz die Details.

Über Stuhl und Tisch hinaus lohnen sich ein paar gezielte Ergänzungen. Eine Fußstütze hilft kleineren Personen oder bei festen Tischhöhen, eine entspannte Haltung mit rechtwinkligen Knien einzunehmen; worauf es dabei ankommt, zeigt der Ratgeber zur Fußstütze am Schreibtisch. Ein Monitorarm schafft Platz auf der Tischplatte und bringt den Bildschirm millimetergenau in die richtige Höhe und Distanz, eine Handgelenkauflage entlastet bei langer Tastaturarbeit. Solche Details kosten wenig, machen aber den Unterschied zwischen einem brauchbaren und einem wirklich ergonomischen Arbeitsplatz aus.

Entscheidend ist nicht nur der Kauf, sondern auch die richtige Einstellung: Selbst der beste Stuhl nützt wenig, wenn Sitzhöhe, Lehne und Armlehnen nicht zur Person passen. Als Faustregel bilden Ober- und Unterschenkel sowie Ober- und Unterarme jeweils etwa einen rechten Winkel, die Füße stehen flach auf dem Boden und der Bildschirm ist rund eine Armlänge entfernt. Viele Hersteller bieten Probesitzen an – gerade bei der täglichen Hauptsitzgelegenheit lohnt sich diese Sorgfalt.

4. Technik, Licht und Organisation

Die technische Grundausstattung umfasst einen leistungsfähigen Computer oder Laptop, idealerweise zwei Monitore, ergonomische Eingabegeräte und ein Headset. Externe Monitore sind für die Ergonomie entscheidend: Die oberste Bildschirmzeile sollte knapp unter Augenhöhe liegen, damit der Kopf gerade bleibt und der Nacken entlastet wird. Eine geteilte Tastatur oder vertikale Maus kann das Risiko für Sehnenbeschwerden senken, ein Headset mit Geräuschunterdrückung sorgt für klare Verständigung. Grundvoraussetzung für alles ist eine stabile, schnelle Internetverbindung. Die rechtlichen Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze fasst der Ratgeber zur Bildschirmarbeitsplatzverordnung zusammen.

Den Rahmen bilden Beleuchtung, Akustik und Organisation. Gutes Licht kombiniert Tageslicht, Grundbeleuchtung und eine dimmbare, blendfreie Arbeitsplatzleuchte, die sich an die Tätigkeit anpassen lässt. Gegen Lärm in offenen Bürolandschaften helfen Akustikpaneele, Teppiche oder Vorhänge spürbar. Ein durchdachtes Kabelmanagement verhindert Stolperfallen und sorgt für einen aufgeräumten Eindruck, während Ablagen, ein Whiteboard und das übliche Büromaterial den Arbeitsalltag strukturieren. Auch Pflanzen und ein angenehmes Raumklima zahlen auf Wohlbefinden und Konzentration ein – kleine Bausteine, die in der Summe den Unterschied zwischen einem funktionalen und einem wirklich angenehmen Arbeitsplatz ausmachen.

Bei all diesen Bausteinen hilft die Unterscheidung zwischen Pflicht und Kür. Gesetzlich gefordert sind sichere, ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze mit ausreichender Fläche, geeigneter Beleuchtung und normgerechten Bildschirmen – hier trägt der Arbeitgeber klare Verantwortung. Vieles andere, von der Designleuchte bis zur Topfpflanze, ist Komfort, der das Wohlbefinden steigert, im Zweifel aber nachrangig bleibt. Wer das Budget knapp halten muss, investiert zuerst in die Pflichtbausteine – allen voran einen guten Stuhl und einen passenden Tisch – und ergänzt den Rest nach und nach.

5. Fläche und Recht: die ASR-Richtwerte

Wie viele Arbeitsplätze in einen Raum passen, ist nicht beliebig: Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die zugehörigen Technischen Regeln (ASR) geben Mindestanforderungen an die Fläche vor, um Bewegungsfreiheit und Sicherheit zu gewährleisten und Enge zu vermeiden. Maßgeblich ist die ASR A1.2 „Raumabmessungen und Bewegungsflächen". Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Richtwerte zusammen.

BürotypRichtfläche je Arbeitsplatz
Zellen- / Kleinraumbüroca. 8–10 m²
Großraumbüroca. 12–15 m²
freie Bewegungsfläche am Platzmindestens 1,5 m²

Diese Werte umfassen nicht nur den reinen Arbeitsplatz, sondern auch Verkehrs- und Funktionsflächen – etwa für Schränke oder das Vorbeigehen. Im Großraumbüro fällt der Richtwert höher aus, weil mehr Verkehrswege und Maßnahmen gegen den höheren Lärmpegel nötig sind. Die freie Bewegungsfläche von mindestens 1,5 Quadratmetern am Platz stellt sicher, dass sich Stuhl und Schubladen ungehindert nutzen lassen. Eine Unterschreitung ist nur in begründeten Ausnahmefällen und mit Kompensationsmaßnahmen zulässig. Wer die Fläche von Anfang an realistisch plant, vermeidet später teure Umbauten – und sorgt für ein Arbeitsumfeld, in dem man sich nicht eingeengt fühlt.

Die Einhaltung dieser Richtwerte ist nicht nur eine Frage der Vorschrift, sondern auch der Funktion. Genug Platz bedeutet reibungslose Abläufe, weniger Unfallrisiko durch Stolpern oder Anstoßen und ein geringeres Stressempfinden, denn Enge wirkt nachweislich belastend. Deshalb sollte die Fläche der erste Planungsschritt sein, noch vor der Möbelauswahl: Erst wenn klar ist, wie viele Arbeitsplätze auf welche Fläche kommen, lassen sich Tische, Schränke und Verkehrswege sinnvoll anordnen. Wer zusätzlich Besprechungs-, Rückzugs- und Pausenzonen einplant, schafft ein Büro, das nicht nur Vorschriften erfüllt, sondern in dem man gerne und konzentriert arbeitet.

6. Was kostet ein Arbeitsplatz – und wie man spart

Die Kosten für die Ausstattung eines Arbeitsplatzes hängen stark vom Qualitätsanspruch ab. Eine grobe Orientierung: Ein einfacher Schreibtisch ist ab rund 100 Euro zu haben, ein elektrisch höhenverstellbares Modell kostet etwa 300 bis 800 Euro. Bürostühle beginnen bei rund 50 Euro, ein guter ergonomischer Stuhl ist aber selten unter 250 Euro zu finden und reicht bis über 600 Euro. Hinzu kommen Rollcontainer, ein PC mit Monitor (etwa 400 bis 1.500 Euro) sowie Beleuchtung und Peripherie. Unterm Strich liegt ein funktionaler Basis-Arbeitsplatz bei grob 650 Euro, eine hochwertige ergonomische Komplettlösung eher bei 1.450 Euro und mehr.

Arbeitsplatz-Kosten: neu vs. gebraucht

Ein Arbeitsplatz: neu oder gebraucht?

Die Möbel für einen Arbeitsplatz im Vergleich
Schematische Orientierung · Stuhl, höhenverstellbarer Tisch, Container · Werte gerundet
≈ 1.400 €
≈ 650 €
neu (ergonomisch)
geprüft gebraucht

Der wirksamste Spar-Hebel ist der Griff zu geprüften gebrauchten Markenmöbeln. Hochwertige Stühle und Tische renommierter Hersteller bieten gebraucht dieselbe Ergonomie wie Neuware – oft zu 40 bis 60 Prozent des Neupreises. Wer Budget schonen und zugleich nachhaltig ausstatten will, kombiniert deshalb gezielt: in den ergonomischen Kern investieren, bei langlebigen Stücken auf gebrauchte Markenqualität setzen. Wie viel gebrauchte Büromöbel wert sind, zeigt der Ratgeber zur Wertermittlung gebrauchter Büromöbel; wer flexibel bleiben will, findet im Ratgeber zum Büromöbel mieten eine weitere Alternative zum Neukauf. So lässt sich eine vollwertige Ausstattung mit deutlich kleinerem Budget realisieren – ohne bei Gesundheit oder Qualität Abstriche zu machen.

Bei der Budgetplanung lohnt der Blick über den reinen Anschaffungspreis hinaus. Hochwertige, langlebige Möbel verteilen ihre Kosten über viele Jahre Nutzungsdauer – ein billiger Stuhl, der nach zwei Jahren durchgesessen ist, kommt unterm Strich teurer. Steuerlich lassen sich Büromöbel über die Nutzungsdauer abschreiben oder, bei geringeren Anschaffungskosten, sofort als geringwertiges Wirtschaftsgut absetzen. Und neben Kauf und Gebrauchtkauf gibt es Mietmodelle, die die Liquidität schonen und Flexibilität bei wachsenden Teams bieten. Welche Variante passt, hängt von Budget, Steuerstrategie und Planungssicherheit ab.

Ein Wort zur Nachhaltigkeit: Büromöbel sind langlebige Produkte, deren Herstellung Ressourcen bindet. Wer gebrauchte Markenmöbel kauft oder sie am Ende des Lebenszyklus fachgerecht weitergibt, verlängert ihre Nutzungsdauer und spart CO₂ – ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, der sich zunehmend auch im Nachhaltigkeitsbericht niederschlägt. Gute Büroausstattung und ökologische Verantwortung schließen sich nicht aus; häufig ist die nachhaltige Variante sogar die günstigere.

7. In fünf Schritten zur Büroausstattung

Wer strukturiert vorgeht, vermeidet Fehlkäufe und teure Nachbesserungen. Die folgenden fünf Schritte führen vom Flächenbedarf bis zur fertig eingerichteten Arbeitsumgebung.

In 5 Schritten zur Büroausstattung

In 5 Schritten zur Büroausstattung

Vom Flächenbedarf zum fertig eingerichteten Arbeitsplatz
Checkliste für die Büroeinrichtung
1
Bedarf & Fläche klären
Anzahl der Arbeitsplätze, Arbeitsweise (fest oder Desk-Sharing) und verfügbare Fläche bestimmen. Die Richtwerte der ASR A1.2 geben den Rahmen für eine sichere, nicht beengte Planung.
StartBedarf · Fläche
2
Ergonomische Möbel wählen
Höhenverstellbarer Schreibtisch und ein Bürostuhl mit Synchronmechanik, Lordosenstütze und GS-Zeichen bilden die Basis – ergänzt um Stauraum wie Rollcontainer und Regale.
MöbelStuhl · Tisch · Stauraum
3
Technik einrichten
PC oder Laptop, möglichst zwei Monitore in Augenhöhe, ergonomische Eingabegeräte und ein Headset. Eine stabile Internetverbindung ist die Grundvoraussetzung.
TechnikPC · Monitore · Peripherie
4
Licht, Akustik & Organisation
Blendfreie, dimmbare Beleuchtung, Akustikmaßnahmen gegen Lärm, Kabelmanagement gegen Stolperfallen und Organisationshilfen für Ordnung am Platz.
UmfeldLicht · Akustik · Ordnung
5
Budget planen – neu oder gebraucht
Die Kosten je Arbeitsplatz kalkulieren und prüfen, wo geprüfte gebrauchte Möbel oder Mietmodelle bei gleicher Qualität deutlich sparen. Erst dann bestellen.
AbschlussBudget · gebraucht prüfen

Entscheidend ist die Reihenfolge: erst Bedarf und Fläche klären, dann Möbel und Technik auswählen, danach Licht, Akustik und Organisation ergänzen – und erst am Schluss das Budget gegen Neukauf oder Gebrauchtmöbel abwägen. Wer mit den Möbeln beginnt, ohne die Fläche zu kennen, kauft schnell zu groß oder zu klein. Und wer das Budget erst am Ende prüft, übersieht oft, wie viel sich mit geprüften Gebrauchtmöbeln sparen lässt. Diese Reihenfolge macht aus einer langen Wunschliste eine geordnete, bezahlbare Beschaffung.

Übrigens ist die Einrichtung nur die eine Hälfte des Lebenszyklus. Wenn ein Büro später umzieht oder verkleinert wird, stellt sich die umgekehrte Frage – was mit der Ausstattung geschieht. Dafür gibt es die Checkliste zur Büroauflösung, die zeigt, wie sich der Bestand am Ende sinnvoll verwerten lässt. Einrichten und Auflösen sind so zwei Seiten derselben Medaille.

8. Häufige Fragen zur Büroausstattung

Was gehört zu einer vollständigen Büroausstattung?

Eine vollständige Büroausstattung umfasst fünf Bereiche: ergonomische Möbel (höhenverstellbarer Schreibtisch, Bürostuhl, Stauraum), Technik (PC oder Laptop, Monitore, Eingabegeräte, Headset, Internet), Beleuchtung (Tageslicht plus dimmbare Arbeitsplatzleuchte), Akustik und Klima (Lärmschutz, Pflanzen) sowie Organisation (Kabelmanagement, Ablagen, Büromaterial). Die Basis bilden ein guter Stuhl und ein höhenverstellbarer Tisch.

Wie groß muss ein Büro pro Mitarbeiter sein?

Als Richtwert gelten laut den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A1.2) etwa 8 bis 10 Quadratmeter pro Arbeitsplatz im Zellen- oder Kleinraumbüro und etwa 12 bis 15 Quadratmeter im Großraumbüro. Die freie Bewegungsfläche am Platz muss mindestens 1,5 Quadratmeter betragen. Diese Werte sichern Bewegungsfreiheit, Sicherheit und ein nicht beengtes Arbeitsumfeld.

Was bedeutet das GS-Zeichen auf einem Bürostuhl?

Das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit") bestätigt, dass der Stuhl von einer unabhängigen Prüfstelle getestet wurde und die Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes erfüllt. Es steht für geprüfte Sicherheit und Qualität und ist ein hilfreiches Kriterium bei der Auswahl von Büromöbeln – gerade bei Stühlen, die täglich viele Stunden beansprucht werden.

Was kostet die Büroausstattung pro Arbeitsplatz?

Die Kosten variieren stark: Ein funktionaler Basis-Arbeitsplatz liegt grob bei 650 Euro, eine hochwertige ergonomische Komplettlösung eher bei 1.450 Euro und mehr. Die größten Posten sind Schreibtisch und Stuhl. Wer auf geprüfte gebrauchte Markenmöbel setzt, spart oft 40 bis 60 Prozent gegenüber Neuware – bei gleicher Ergonomie.

Kann man bei der Büroausstattung sparen, ohne die Ergonomie zu vernachlässigen?

Ja. Der beste Weg ist der Griff zu hochwertigen, geprüften Gebrauchtmöbeln: Markenstühle und -tische bieten gebraucht dieselbe Ergonomie wie neu, kosten aber oft nur 40 bis 60 Prozent des Neupreises. Auch das Mieten von Ausstattung ist eine kosteneffiziente Alternative. Priorität sollte immer ein qualitativ guter, ergonomischer Bürostuhl haben – hier lohnt sich die Investition am meisten.

9. Fazit: mit Plan zur vollständigen Ausstattung

Eine gute Büroausstattung folgt fünf Bereichen – Möbel, Technik, Licht, Akustik und Organisation – und hält die Flächen- und Ergonomie-Richtwerte ein. Wer der Reihe nach vorgeht, vom Flächenbedarf über die ergonomischen Möbel bis zum Budget, stattet seinen Arbeitsplatz vollständig, gesund und ohne Fehlkäufe aus. Die Checkliste sorgt dafür, dass kein Bereich vergessen wird.

Der größte Hebel beim Budget ist die bewusste Mischung aus Qualität und Vernunft: in die ergonomischen Kernstücke investieren und bei langlebigen Möbeln auf geprüfte Gebrauchtware setzen. So entsteht ein Arbeitsplatz, der Gesundheit, Produktivität und Nachhaltigkeit verbindet – und der zeigt, dass gute Ausstattung keine Frage des größten Budgets ist, sondern der richtigen Planung.

Quellenverzeichnis

  1. Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) – Anforderungen an Arbeitsstätten. gesetze-im-internet.de/arbst_ttv_2004
  2. ASR A1.2 – Raumabmessungen und Bewegungsflächen (Technische Regeln für Arbeitsstätten, BAuA). baua.de – ASR A1.2
  3. DGUV Information 215-410 – Bildschirm- und Büroarbeitsplätze (Leitfaden für die Gestaltung). publikationen.dguv.de
  4. Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) – Grundlage des GS-Zeichens. gesetze-im-internet.de/prodsg_2021

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