Optimale Temperatur im Büro: Vorschriften & Wohlbefinden

Optimale Temperatur im Büro ✓ 21–23°C ideal ✓ Unterschied zu gesetzlichem Minimum ✓ Klimakonflikte lösen ✓ Wohlbefinden steigern

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Was ist die optimale Temperatur im Büro für maximales Wohlbefinden?

Die optimale Temperatur im Büro für maximales Wohlbefinden und Produktivität liegt bei 22°C, mit einem akzeptablen Bereich von 21–23°C. Das ist nicht dasselbe wie die gesetzliche Mindesttemperatur von 20°C — die sichert Gesundheitsschutz, nicht Wohlbefinden. Die Differenz zwischen »legal« und »optimal« beträgt also 1–3 Grad, hat aber einen messbaren Einfluss auf die Arbeitsleistung.

Eine vielzitierte Studie von Seppänen, Fisk und Lei (2006) zeigt den Zusammenhang klar: Die kognitive Leistung steigt bis 22°C und fällt danach ab. Bei 30°C ist sie um bis zu 9 % niedriger als beim Optimum. Umgerechnet auf ein Büro mit 50 Mitarbeitenden und 60.000 € Durchschnittsgehalt bedeutet das: Ein zu warmes Büro kostet das Unternehmen bis zu 270.000 € pro Jahr an Produktivitätsverlust.

Optimal vs. Mindesttemperatur: Der Unterschied

  • Gesetzliches Minimum (ASR A3.5): 20°C für sitzende Büroarbeit. Darunter darf nicht gearbeitet werden
  • Optimale Arbeitstemperatur: 21–23°C. Hier sind Konzentration und Wohlbefinden am höchsten
  • Komfortbereich: Subjektiv verschieden. Frauen empfinden im Schnitt 2–3°C kälter als Männer (Studie der TU Eindhoven, 2015)

Das »Thermostat-Problem« in offenen Büros ist ein Klassiker: Einer friert, dem anderen ist warm. Lösungen müssen daher individuell statt zentral sein.

Klimakonflikte im Büro lösen

  • Zonen schaffen: Fensterplätze sind wärmer (Sonneneinstrahlung), Innenplätze kühler. Kälteempfindliche Personen ins Innere, Wärmeliebende ans Fenster
  • Individuelle Heizgeräte erlauben: Kleine Schreibtisch-Heizlüfter für Einzelpersonen statt zentrale Temperaturerhöhung
  • Tischventilatoren: Individuelle Kühlung ohne die Raumtemperatur zu ändern
  • Dresscode lockern: Im Sommer kurze Hosen/Kleider erlauben, im Winter zusätzliche Schichten statt Heizung aufdrehen
  • Transparente Kommunikation: Gemeinsame Regeln für Fenster-Öffnen, Jalousien-Nutzung und Thermostat-Einstellungen

Der Stuhl als Temperatur-Faktor

Was viele nicht bedenken: Der Bürostuhl beeinflusst das Wärmeempfinden erheblich:

  • Kunstleder/Leder: Staut Wärme — unangenehm im Sommer, angenehm im Winter
  • Mesh-Rücken: Belüftet den Rücken — ideal im Sommer, kann im Winter als kühl empfunden werden
  • Stoffpolster: Guter Kompromiss — atmungsaktiv, aber nicht so kühl wie Mesh

Bei der Stuhlwahl die Raumtemperatur mitdenken: In Büros die im Sommer heiß werden, ist ein Stuhl mit Mesh-Rücken (z.B. Herman Miller Aeron, Steelcase Think Air) deutlich angenehmer. Als refurbished Variante ab 350–600 € verfügbar.

Häufige Fragen zur optimalen Bürotemperatur

Warum frieren Frauen im Büro stärker als Männer?

Frauen haben im Durchschnitt eine niedrigere Hauttemperatur und einen niedrigeren Stoffwechsel als Männer. Eine Studie der TU Eindhoven zeigt, dass der thermische Komfortbereich für Frauen 2–3°C höher liegt als für Männer. Da Bürklima-Standards historisch auf den männlichen Stoffwechsel kalibriert wurden, frieren Frauen häufiger.

Was tun wenn das Büro zu kalt ist?

Zunächst: Raumtemperatur messen (nicht schätzen). Liegt sie unter 20°C, muss der Arbeitgeber handeln. Kurzfristig helfen: zusätzliche Kleidungsschicht, warme Getränke, Fußstütze (kalter Boden = kalte Füße = gesamtes Kälteempfinden). Langfristig: Arbeitsplatz vom Fenster weg, Zugluft eliminieren.

Wie misst man die Bürotemperatur korrekt?

Die Messung erfolgt in Kopfhöhe des sitzenden Beschäftigten (ca. 1,1 m), mindestens 1 m von Außenwänden und Fenstern entfernt. Nicht in direkter Sonneneinstrahlung und nicht über Heizkörpern. Idealerweise über mehrere Stunden messen, da die Temperatur im Tagesverlauf schwankt.

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Bild von Anina Blatter, Einrichtungsberaterin bei Fenyx Office
Anina Blatter
Einrichtungsberaterin

„Ich freue mich, Sie zur nachhaltigen Transformation Ihres Büros zu beraten.“