Einrichtung Büro Ideen: Inspirierende Konzepte für Arbeitsräume

Einrichtung Büro Ideen umsetzen 💡 Ergonomie ✓ Farbgestaltung ✓ Multifunktionale Möbel ✓ Kreativität fördern ✓ Jetzt inspirieren lassen!

Einrichtung Büro Ideen – Büroeinrichtung | Fenyx Office

Wer nach „Einrichtung Büro Ideen" sucht, will meistens eines: konkrete Inspiration, die sich auch wirklich umsetzen lässt. Kein theoretisches Konzeptpapier, sondern Antworten auf die Frage: Was genau kann ich tun, damit mein Büro besser aussieht, besser funktioniert und ich darin produktiver arbeite?

Genau das liefert dieser Ratgeber. Wir starten mit konkreten Ideen, die du sofort umsetzen kannst, gehen dann auf Spezialfälle wie kleine Büros oder Home Offices ein und zeigen am Ende, wie auch größere Büroprojekte professionell geplant werden. Jede Empfehlung ist mit aktuellen Studien und Normen belegt – denn gute Bürogestaltung ist kein Bauchgefühl, sondern messbar.

1. Schreibtisch und Stuhl: Das Fundament jedes guten Büros

Alles beginnt am Schreibtisch. Die Platzierung, die Größe und die Kombination mit dem richtigen Stuhl entscheiden darüber, ob du am Ende eines Arbeitstages noch fit bist – oder mit Verspannungen kämpfst.

Wo sollte der Schreibtisch stehen?

Die goldene Regel: seitlich zum Fenster, sodass Tageslicht von links oder rechts einfällt. Wer den Bildschirm frontal vor ein Fenster stellt, kämpft mit Blendung und Kontrastverlust. Wer mit dem Rücken zum Fenster sitzt, hat ständig störende Reflexionen auf dem Monitor.

Bei kleinen Räumen kann der Schreibtisch auch quer im Raum stehen – das schafft optische Tiefe und trennt den Arbeitsbereich vom Rest.

Welche Maße braucht ein guter Schreibtisch?

Mindestens 160 × 80 cm Arbeitsfläche – das ist der Richtwert, der sich in der Praxis bewährt hat und von den meisten Ergonomie-Experten empfohlen wird. Wer häufig mit zwei Monitoren oder Unterlagen arbeitet, fährt mit 180 × 80 cm deutlich besser.

Die Standard-Schreibtischhöhe liegt bei rund 72 cm, passt aber nicht für jeden Körper gleich gut. Deutlich flexibler sind höhenverstellbare Schreibtische (elektrisch oder per Handkurbel), die den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen ermöglichen. Arbeitsmediziner empfehlen, alle 30 bis 45 Minuten die Haltung zu wechseln – das entlastet die Bandscheiben, aktiviert die Muskulatur und hält die Konzentration hoch.

Was macht einen guten Bürostuhl aus?

Ein ergonomischer Bürostuhl ist individuell einstellbar. Die wichtigsten Funktionen:

  • Sitzhöhe anpassbar, sodass Ober- und Unterschenkel einen 90°-Winkel bilden und die Füße flach auf dem Boden stehen
  • Lendenwirbelstütze (Lordosenstütze), die den unteren Rücken aktiv stützt
  • Synchronmechanik, die Sitz- und Rückenlehne dynamisch mitbewegt
  • Einstellbare Armlehnen, die auf Ellenbogenhöhe enden, damit die Schultern entspannt bleiben
  • Sitztiefe regulierbar, mit leicht abgerundeter Vorderkante

Ein häufiger Fehler: Auf dem Küchenstuhl oder einem günstigen Konferenzstuhl arbeiten. Diese Stühle fördern eine starre Haltung und belasten die Wirbelsäule. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Aktion Gesunder Rücken (AGR) aus dem Jahr 2024 sind nur 57 % der Arbeitsplätze in Deutschland ergonomisch gut ausgestattet – bei Büroangestellten immerhin 66 %.

Warum sich die Investition lohnt: Muskel-Skelett-Erkrankungen verursachen in Deutschland jeden fünften Fehltag. Bereits ein einziger vermiedener Krankheitstag spart im Schnitt 250 bis 300 Euro an Lohnfortzahlung und Produktivitätsverlusten. Ein guter Bürostuhl kostet zwischen 400 und 1.200 Euro – und amortisiert sich oft innerhalb weniger Monate.

2. Beleuchtung: Mehr als nur „hell genug"

Licht beeinflusst Konzentration, Stimmung und sogar den Schlafrhythmus. Trotzdem wird die Bürobeleuchtung bei der Einrichtung oft stiefmütterlich behandelt.

Was schreibt der Gesetzgeber vor?

Die Arbeitsstättenregel ASR A3.4 definiert klare Mindestwerte:

  • 500 Lux auf dem Schreibtisch bei Bildschirmarbeit
  • 300 Lux in Randbereichen und Verkehrswegen
  • 750 bis 1.500 Lux für ältere Beschäftigte oder anspruchsvolle Sehaufgaben
  • Lichtfarbe: 3.300 bis 5.300 Kelvin (neutralweiß bis tageslichtweiß)
  • Farbwiedergabeindex: mindestens 80 Ra

Zum Vergleich: Selbst an einem trüben Wintertag herrschen draußen rund 3.000 Lux. Ein durchschnittlicher Büroarbeitsplatz kommt auf 500 bis 750 Lux. Das zeigt, wie viel Potenzial in besserem Licht steckt.

Die optimale Lösung: Der 3-Quellen-Mix

Statt einer einzigen Deckenleuchte empfehlen Lichtplaner die Kombination aus drei Lichtquellen:

Tageslicht bildet die Basis – je mehr, desto besser. Die Arbeitsstättenverordnung schreibt vor, dass Büroräume möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und eine Sichtverbindung nach außen haben müssen. Mindestens ein Zehntel der Raumfläche sollte lichtdurchlässig sein. In Großraumbüros sind Fensterplätze besonders begehrt, und das aus gutem Grund: Studien zeigen, dass Menschen an Fensterarbeitsplätzen produktiver und zufriedener sind.

Allgemeinbeleuchtung (Decken- oder Pendelleuchten) sorgt für gleichmäßige Grundhelligkeit im gesamten Raum. Breit strahlende Leuchten und helle Raumoberflächen helfen, auch vertikale Flächen gut auszuleuchten und störende Schatten zu vermeiden.

Individuelle Arbeitsplatzleuchte (Schreibtischlampe) ergänzt das Licht punktuell. Idealerweise dimmbar, damit du die Helligkeit an die aktuelle Aufgabe und Tageszeit anpassen kannst.

Typische Fehler vermeiden

  • Bildschirm nicht direkt vor ein Fenster stellen (Gegenlicht)
  • Keine Leuchte direkt über dem Bildschirm (Reflexionen)
  • Auf blendfreie Leuchten achten – direktes Licht von oben ist genauso unangenehm wie zu wenig Licht
  • Jalousien oder Vorhänge für helle Sonnentage einplanen

3. Farben: Welche Wandfarbe im Büro wirklich wirkt

Farben beeinflussen Stimmung und Leistung stärker, als die meisten denken. Forscher der Hochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft (HAWK) haben in einer Langzeitstudie mit über 3.000 Probanden nachgewiesen, dass gezielte Farbgestaltung am Arbeitsplatz die Mitarbeiterzufriedenheit um über 20 % steigern kann. Auch das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation bestätigt: Farben reduzieren Stress, heben die Stimmung und steigern die Effizienz.

Welche Farbe für welchen Zweck?

Blau ist der Klassiker für konzentriertes Arbeiten. Die Farbe wirkt beruhigend, fördert logisches Denken und schafft eine produktive Atmosphäre. Besonders gut geeignet für Einzelarbeitsplätze, IT-Abteilungen oder Bereiche mit hoher analytischer Anforderung.

Grün ist die natürlichste aller Farben – und eine der wirksamsten im Büro. Grüntöne entspannen die Augen (besonders nach langer Bildschirmarbeit), senken das Stressniveau und fördern die Regeneration. Ideal für Räume, in denen über viele Stunden konzentriert gearbeitet wird.

Gelb regt Kreativität und Optimismus an. Gut für Brainstorming-Bereiche und Meeting-Ecken – aber sparsam einsetzen. Zu viel Gelb auf großen Flächen kann Unruhe und Reizüberflutung verursachen.

Orange fördert Kommunikation und Geselligkeit. Perfekt als Akzentfarbe in Gemeinschaftsbereichen, Küchen oder Sitzecken.

Erdtöne (Sand, Beige, Terracotta, Olivgrün) sind der Farbtrend 2025/2026. Sie schaffen Wärme und Natürlichkeit und funktionieren hervorragend in Kombination mit Holzmöbeln und Pflanzen – ganz im Sinne des Biophilic-Design-Trends.

Praxistipps zur Umsetzung

Nicht den gesamten Raum in einer kräftigen Farbe streichen. Effektiver sind Akzentwände – eine farbige Wand als Blickfang, die restlichen Wände in einem neutralen Ton. Helle Grundfarben (Weiß, Creme, Hellgrau) lassen Räume größer wirken und reflektieren Tageslicht. Farbmuster vor dem Streichen an der Wand testen, denn Lichtverhältnisse und Raumgröße verändern die Wahrnehmung erheblich.

4. Pflanzen: Die unterschätzten Produktivitäts-Booster

Büropflanzen sind keine Dekoration. Sie sind ein wissenschaftlich belegtes Werkzeug für mehr Leistung, bessere Luft und weniger Stress.

Was sagen die Studien?

Die vielleicht wichtigste Untersuchung zum Thema ist der Human Spaces Report von 2015, durchgeführt unter der Leitung von Professor Sir Cary Cooper an der Lancaster University. Für diese Studie wurden 7.600 Büroangestellte aus 16 Ländern befragt. Die Ergebnisse sind eindeutig:

  • +15 % gesteigertes Wohlbefinden in Büros mit natürlichen Elementen
  • +6 % Produktivität
  • +15 % Kreativität
  • Ein Drittel der Büroangestellten sagt, die Bürogestaltung beeinflusst ihre Entscheidung, bei einem Unternehmen zu arbeiten

Eine Feldstudie der University of Exeter (Nieuwenhuis et al., 2014) kam zu einem ähnlichen Ergebnis: In begrünten Büros stieg die Produktivität um bis zu 15 %, weil die Beschäftigten physisch, kognitiv und emotional stärker involviert waren.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) bestätigt die positiven Effekte und verweist auf die Attention Restoration Theory (Kaplan & Kaplan, 1989): Allein das Betrachten von Pflanzen und natürlichen Elementen in kurzen Pausen fördert die Regeneration der gerichteten Aufmerksamkeit – also genau der Fähigkeit, die wir für konzentriertes Arbeiten brauchen.

Welche Pflanzen eignen sich fürs Büro?

Nicht jeder hat einen grünen Daumen – und im Büro wird auch nicht immer regelmäßig gegossen. Diese Pflanzen verzeihen Vernachlässigung:

Sansevieria (Bogenhanf): Nahezu unzerstörbar, braucht wenig Licht und wenig Wasser. Filtert Schadstoffe aus der Luft und produziert nachts Sauerstoff – perfekt auch für fensterlose Ecken.

Spathiphyllum (Einblatt): Reinigt die Luft besonders effektiv (Formaldehyd, Benzol) und kommt mit wenig Licht aus. Zeigt durch hängende Blätter zuverlässig an, wenn gegossen werden muss.

Zamioculcas (Glücksfeder): Extrem pflegeleicht, verträgt Trockenheit und Halbschatten. Elegante, dunkelgrüne Blätter.

Epipremnum (Efeutute/Pothos): Wächst schnell, rankt dekorativ und reinigt die Luft. Funktioniert als Hängepflanze oder auf Regalen.

Ficus lyrata (Geigenfeige): Größere Büropflanze für mehr Wirkung. Braucht hellen Standort, aber keine direkte Sonne.

Wie viele Pflanzen braucht ein Büro?

Als Faustregel gilt: mindestens eine Pflanze pro Schreibtisch oder eine größere Pflanze pro zehn Quadratmeter. Schon der Blick auf Grün vom eigenen Arbeitsplatz aus kann messbare Effekte haben. Für maximale Wirkung setzen immer mehr Unternehmen auf umfassendere Konzepte: vertikale Gärten, Mooswände als Raumteiler (die gleichzeitig Schall absorbieren) oder Pflanzeninseln, die offene Flächen gliedern.

5. Akustik: Der meistunterschätzte Faktor

Lärm ist der Störfaktor Nummer eins im Büro – noch vor Temperatur, Luftqualität und Licht. Das geht aus der DGUV Information 215-443 hervor, der maßgeblichen deutschen Richtlinie zur Akustik in Büros. Und die Auswirkungen sind drastischer, als die meisten vermuten.

Was Lärm mit der Leistung macht

Schon ab 35 dB(A) – dem Geräuschlevel eines leisen Flüsterns – lassen sich in Studien negative Effekte auf das Kurzzeitgedächtnis nachweisen. Der entscheidende Faktor ist dabei nicht die reine Lautstärke, sondern menschliche Sprache: Das ungewollte Mithören von Gesprächen stört die Konzentration am stärksten, selbst wenn die Sprache nicht einmal verstanden wird.

Die Arbeitsstättenregel ASR 3.7 definiert folgende Richtwerte:

  • 35–40 dB(A) für Tätigkeiten, die höchste Konzentration erfordern (Programmieren, wissenschaftliches Arbeiten)
  • 40–45 dB(A) für konzentrierte geistige Arbeit
  • Max. 55 dB(A) für vorwiegend geistige Tätigkeiten

Zum Vergleich: Normale Sprache erzeugt in einem Meter Entfernung bereits 55 bis 60 dB. Ein Bürodrucker kommt auf rund 50 dB. Und durch den sogenannten Lombard-Effekt schaukeln sich Gespräche in akustisch unbehandelten Räumen gegenseitig hoch – weil jeder automatisch lauter spricht, wenn es um ihn herum laut ist. Die gute Nachricht: Der Effekt funktioniert auch umgekehrt. Bessere Akustik führt dazu, dass alle leiser sprechen.

Eine Studie, auf die Kinnarps verweist, zeigt: 55 dB stören bereits die Konzentration von 40 % des Büropersonals. Ab 65 dB steigt sogar das Herzinfarktrisiko.

Praxislösungen für bessere Akustik

Für Einzelbüros und kleine Räume:

  • Teppich statt Hartboden (absorbiert Trittschall und Reflexionen)
  • Vorhänge aus schwerem Stoff vor Fenstern
  • Ein Bücherregal als natürlicher Schalldämpfer
  • Akustikbilder an den Wänden (kombinieren Optik und Funktion)

Für Mehrpersonen- und Großraumbüros:

  • Deckensegel und Wandabsorber (senken die Nachhallzeit, Ziel: 0,5–0,8 Sekunden)
  • Schallabsorbierende Trennwände zwischen Arbeitsplätzen
  • Mooswände oder bepflanzte Raumteiler (doppelter Nutzen: Akustik + Biophilic Design)
  • Telefonboxen und Fokus-Kabinen für Calls und konzentriertes Arbeiten
  • White-Noise-Systeme, die ein gleichmäßiges Hintergrundrauschen erzeugen und störende Einzelgeräusche maskieren
  • Noise-Cancelling-Kopfhörer als individuelle Lösung

6. Stauraum und Ordnung: Kabelchaos ade

Ein aufgeräumter Schreibtisch ist kein ästhetischer Luxus – er entlastet das Gehirn. Visuelle Unordnung bindet kognitive Ressourcen, die dann beim Arbeiten fehlen.

Kabelmanagement

Gerade in Büros mit mehreren Monitoren, Ladegeräten und Peripheriegeräten wird es schnell unübersichtlich. Bewährte Lösungen:

  • Kabelkanäle unter dem Schreibtisch oder an der Wand entlang
  • Kabelketten (Kabelschlangen), die von der Tischplatte zum Boden führen und alle Kabel bündeln
  • Kabelclips oder Kabelhalter am Schreibtischrand, damit Ladekabel nicht vom Tisch rutschen
  • Kabeldurchführungen in der Tischplatte (bei vielen modernen Schreibtischen bereits integriert)
  • Steckdosenleiste mit Schalter unter dem Tisch montieren – so lässt sich alles mit einem Klick ausschalten

Stauraum clever nutzen

  • Rollcontainer statt Standcontainer: flexibler, nehmen weniger permanente Bodenfläche ein und können bei Nichtgebrauch unter den Schreibtisch geschoben werden
  • Vertikalen Raum nutzen: Wandregale, Hängeregistratur, Peg-Boards – besonders in kleinen Büros Gold wert
  • Geschlossener vs. offener Stauraum: Geschlossene Schränke und Rollladenschränke wirken aufgeräumter. Offene Regale eignen sich für häufig gebrauchte Dinge und Dekoration
  • Regel: Alles in Griffweite, was täglich gebraucht wird. Alles andere gehört in Schränke oder Archive

7. Dekoration und persönliche Note

Ein Büro, das ausschließlich funktional eingerichtet ist, wirkt steril. Persönliche Akzente machen den Unterschied zwischen „Arbeitsplatz" und „mein Arbeitsplatz".

  • Bilder und Poster: Landschaften und Naturmotive haben nachweislich eine beruhigende Wirkung (Stichwort Biophilic Design). Abstrakte Kunst oder motivierende Typografie setzen Akzente, ohne abzulenken
  • Textilien: Kissen auf dem Bürostuhl (für Besprechungen), ein Teppich unter dem Schreibtischbereich, Vorhänge – alles, was einem Raum Wärme gibt und gleichzeitig die Akustik verbessert
  • Natürliche Materialien: Holz, Kork, Stein, Leinen. Der Trend geht klar weg von Plastik und Hochglanz, hin zu Oberflächen, die sich gut anfühlen und eine warme Atmosphäre schaffen
  • Persönliche Gegenstände: Fotos, Souvenirs, eine besondere Tasse – in Maßen eingesetzt, stärken sie die emotionale Bindung an den Arbeitsplatz

8. Kleines Büro einrichten: Viel rausholen aus wenig Platz

Laut Arbeitsstättenverordnung muss ein Büroraum mindestens 8 m² Grundfläche haben. Für jeden weiteren Arbeitsplatz kommen mindestens 6 m² dazu. In der Realität arbeiten viele Menschen – vor allem im Home Office – auf deutlich weniger Fläche. Umso wichtiger ist durchdachte Planung.

Die besten Strategien für kleine Büros

Helle Farben verwenden. Weiß, Creme oder helle Grautöne lassen Räume optisch größer wirken und reflektieren Tageslicht.

Den Schreibtisch strategisch platzieren. In Nischen, unter Dachschrägen oder als Eckschreibtisch an zwei Wänden entlang – so wird keine Fläche verschenkt. Ein Schreibtisch mit nur 120 × 60 cm Fläche reicht für Laptop-Arbeit aus.

Vertikale Flächen nutzen. Wandregale, Peg-Boards, magnetische Leisten für Notizen. Alles, was vom Boden weg an die Wand kommt, schafft Platz.

Multifunktionsmöbel einsetzen. Ein Sekretär, der sich zuklappen lässt, wenn Feierabend ist. Ein Stehpult, das gleichzeitig als Regal dient. Ein Rollcontainer, der auch als Beistelltisch funktioniert.

Spiegel einsetzen. Ein großer Spiegel gegenüber dem Fenster verdoppelt gefühlt den Tageslichteinfall und die Raumtiefe.

Ordnung ist Pflicht. In kleinen Räumen fällt Unordnung sofort auf – und wirkt erdrückend. Geschlossener Stauraum und ein konsequentes Ordnungssystem sind hier besonders wichtig.

9. Home Office einrichten: Professionell trotz privater Umgebung

Auch wenn die Arbeitsstättenverordnung für Home Offices nicht in vollem Umfang greift – ergonomische Grundsätze gelten trotzdem. Laut Statista berichten 66 % der Home-Office-Arbeitenden von regelmäßigen Rücken-, Kopf- oder Gelenkbeschwerden. Das zeigt: Wer dauerhaft von zu Hause arbeitet, braucht mehr als einen Küchentisch.

Mindestausstattung für das Home Office

  • Höhenverstellbarer Schreibtisch (oder zumindest ein Schreibtisch mit korrekter Höhe von ~72 cm)
  • Ergonomischer Bürostuhl – die wichtigste Einzelinvestition
  • Externer Monitor auf Augenhöhe (ein Laptop-Ständer tut es für den Anfang auch)
  • Gute Schreibtischlampe mit mindestens 500 Lux am Arbeitsplatz
  • Kopfhörer mit Mikrofon für Videokonferenzen

Den Arbeitsbereich abgrenzen

Wer kein eigenes Arbeitszimmer hat, sollte den Arbeitsbereich trotzdem visuell vom Wohnbereich trennen. Raumteiler, ein Regal, ein Paravent oder auch eine farbliche Abgrenzung (Akzentwand hinter dem Schreibtisch) helfen, den Kopf am Feierabend abzuschalten.

10. Großraumbüro und Open Space: Zonen statt Einheitsbrei

Im Großraumbüro gelten laut ASR A1.2 12 bis 15 m² pro Arbeitsplatz als Richtwert – mehr als im Einzelbüro, weil Verkehrswege und Störfaktoren berücksichtigt werden müssen.

Der größte Fehler in offenen Bürolandschaften: Alle Arbeitsplätze sind gleich. Kein Rückzugsort für konzentriertes Arbeiten, kein Bereich für spontane Besprechungen, keine Zone zum Entspannen. Das Ergebnis: Lärm, Ablenkung, Frust.

Büro-Zoning: Unterschiedliche Bereiche für unterschiedliche Aufgaben

Fokus-Zone: Ruhiger Bereich mit hohen Trennwänden oder Fokus-Kabinen, schallabsorbierenden Materialien, zurückhaltender Farbgebung (Blau, Grün). Hier gelten strenge Gesprächsregeln.

Kollaborations-Zone: Offene Flächen mit flexiblen Möbeln (verschiebbare Tische, mobile Whiteboards), anregendere Farben (Gelb-Akzente, Orange). Hier darf es lebhaft zugehen.

Social Zone: Küche, Lounge, Kaffeeecke. Warme Farben, bequeme Sitzmöbel, informelle Atmosphäre. Studien zeigen, dass die besten Ideen oft beim Kaffee entstehen – aber nur, wenn der Bereich bewusst gestaltet ist.

Rückzugsort: Telefonboxen, kleine Meetingräume, ruhige Nischen für Einzelgespräche oder kurze Pausen.

Dieses Prinzip der Zonierung funktioniert auch in kleineren Mehrpersonenbüros – dort eben mit weniger Fläche, aber derselben Grundidee: Verschiedene Aufgaben brauchen verschiedene Umgebungen.

11. Nachhaltigkeit bei der Büroeinrichtung: Gut für Budget und Umwelt

Ein neues Büro komplett mit Neumöbeln auszustatten, geht schnell ins Geld – und belastet die Umwelt erheblich. Laut Berechnungen im Journal of Cleaner Production (Ostadrahimi et al., 2013) entfallen rund 47 % des CO₂-Fußabdrucks eines Büromöbelstücks auf die Produktion und 43 % auf die Rohstoffgewinnung. Die Ellen MacArthur Foundation schätzt, dass allein in der EU jährlich 10 Millionen Tonnen Möbel auf Mülldeponien landen oder verbrannt werden.

Dabei gibt es längst eine echte Alternative: Refurbished Büromöbel – professionell aufbereitete Gebrauchtmöbel von Markenherstellern.

Was Refurbished bedeutet

Nicht zu verwechseln mit dem Kauf gebrauchter Möbel auf dem Flohmarkt. Professionelle Aufbereitung umfasst Reinigung, Reparatur, Neubezug und Qualitätskontrolle. Das Ergebnis ist optisch und funktional nahezu neuwertig – bei deutlich geringerem Preis und Umwelteinfluss.

Anbieter wie Fenyx haben sich auf diese Circular-Office-Methode spezialisiert und bieten refurbished Premium-Büromöbel von Herstellern wie Sedus, Steelcase oder Vitra mit bis zu 45 % Ersparnis gegenüber Neuware an – inklusive 5 Jahren Garantie. Pro Arbeitsplatz werden dabei rund 125 kg CO₂ eingespart. Das ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für die CO₂-Bilanz des Unternehmens – die Einsparungen sind dokumentiert und zertifizierbar.

Wann lohnt sich Refurbished besonders?

  • Bei Büroumzügen oder Standortwechseln, wenn ohnehin neu eingerichtet wird
  • Für Start-ups und Unternehmen mit begrenztem Budget, die trotzdem ergonomische Qualität wollen
  • Wenn Nachhaltigkeit ein Unternehmenswert ist, der sich auch im Büro widerspiegeln soll
  • Bei größeren Projekten: Refurbished-Möbel sind oft in ausreichender Stückzahl verfügbar – ein Vorteil gegenüber dem klassischen Gebrauchtmarkt

Was tun mit den alten Möbeln?

Wer sein bestehendes Büro auflöst oder modernisiert, sollte noch funktionsfähige Möbel nicht einfach entsorgen. Professionelle Dienstleister bieten digitale Bestandserfassung an, bewerten Restwerte und organisieren den Wiederverkauf, die Aufbereitung oder – falls nötig – das fachgerechte Recycling. So wird aus der Entsorgung ein Kreislauf.

12. Für größere Projekte: Workspace Analytics als Planungsgrundlage

Wer nicht nur einen einzelnen Schreibtisch, sondern ein ganzes Büro für mehrere Mitarbeitende einrichtet, kommt mit Inspiration allein nicht weit. Welche Räume braucht das Team wirklich? Wie viele Fokus-Arbeitsplätze, wie viele Kollaborationsflächen? Wird Desk-Sharing genutzt, und wenn ja, wie stark?

Genau hier setzen Workspace Analytics an – datenbasierte Analysen der tatsächlichen Arbeitsweise. Manche Anbieter wie Fenyx starten ihre Büroprojekte gezielt mit solchen Erhebungen, bevor überhaupt der erste Stuhl bestellt wird: Mitarbeiterbefragungen, Vor-Ort-Begehungen, Auslastungsanalysen, Budgetplanung. Daraus entsteht ein Konzept, das auf echten Daten basiert statt auf Annahmen.

Das ist kein Muss für jedes Büro – aber für Unternehmen ab 15 bis 20 Arbeitsplätzen lohnt sich die systematische Planung fast immer. Das Ergebnis: weniger Fehlkäufe, bessere Raumnutzung und höhere Mitarbeiterzufriedenheit.

13. Checkliste: Büro einrichten – an alles gedacht?

Ergonomie

  • ☐ Schreibtisch mindestens 160 × 80 cm
  • ☐ Höhenverstellbarer Schreibtisch (oder korrekte Höhe ~72 cm)
  • ☐ Ergonomischer Bürostuhl mit Lendenwirbelstütze und Synchronmechanik
  • ☐ Monitor auf Augenhöhe, Armlänge Abstand
  • ☐ Tastatur und Maus so platziert, dass Unterarme waagerecht aufliegen

Beleuchtung

  • ☐ Mindestens 500 Lux am Arbeitsplatz
  • ☐ Schreibtisch seitlich zum Fenster
  • ☐ 3-Quellen-Mix: Tageslicht + Deckenleuchte + Schreibtischlampe
  • ☐ Blendschutz (Jalousien/Vorhänge) vorhanden

Farben & Pflanzen

  • ☐ Farbkonzept passend zur Raumfunktion (Blau/Grün für Fokus, Gelb für Kreativität)
  • ☐ Mindestens eine Pflanze pro Schreibtisch
  • ☐ Pflegeleichte Arten gewählt (Sansevieria, Einblatt, Zamioculcas)

Akustik

  • ☐ Weiche Oberflächen vorhanden (Teppich, Vorhänge, Akustikpaneele)
  • ☐ Bei Großraumbüros: Trennwände, Fokus-Kabinen, Verhaltensregeln
  • ☐ Ziel-Lärmpegel: unter 55 dB(A)

Stauraum & Ordnung

  • ☐ Kabelmanagement installiert
  • ☐ Geschlossener Stauraum für selten Gebrauchtes
  • ☐ Vertikalen Raum genutzt (Wandregale, Hängesysteme)

Klima

  • ☐ Raumtemperatur 20–22 °C
  • ☐ Luftfeuchtigkeit 40–60 %
  • ☐ Regelmäßiges Lüften möglich

14. FAQ: Häufige Fragen zur Büroeinrichtung

Wie viel Platz braucht ein Büroarbeitsplatz mindestens? Laut Arbeitsstättenverordnung (ASR A1.2) muss die Grundfläche eines Einzelbüros mindestens 8 m² betragen. Für jeden weiteren Arbeitsplatz sind zusätzlich 6 m² vorgesehen. In Großraumbüros rechnet man mit 12 bis 15 m² pro Person, da Verkehrswege und Abstände mehr Raum brauchen.

Was ist wichtiger: teurer Stuhl oder teurer Schreibtisch? Der Stuhl. An einem günstigen Schreibtisch mit korrekter Höhe kann man gut arbeiten. Ein schlechter Stuhl dagegen führt über Monate zu Rückenschmerzen und Verspannungen. Die Investition in einen ergonomischen Bürostuhl zahlt sich gesundheitlich und wirtschaftlich am schnellsten aus.

Welche Temperatur sollte im Büro herrschen? Die ASR A3.5 gibt als Mindesttemperatur 20 °C bei überwiegend sitzender Tätigkeit vor. Optimal sind 20 bis 22 °C. Über 26 °C muss der Arbeitgeber Gegenmaßnahmen ergreifen. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 %.

Lohnen sich höhenverstellbare Schreibtische? Ja. Arbeitsmediziner und Krankenkassen (AOK, TK) empfehlen den regelmäßigen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen. Höhenverstellbare Schreibtische aktivieren die Tiefenmuskulatur, entlasten die Bandscheiben und verbessern die Konzentration. Die Investition liegt je nach Modell zwischen 400 und 1.500 Euro.

Wie oft sollte ich die Sitzposition wechseln? Alle 30 bis 45 Minuten. Dabei muss man nicht jedes Mal aufstehen – schon ein Wechsel der Sitzhaltung oder kurzes Strecken hilft. Bei höhenverstellbaren Schreibtischen kann man das Stehen ideal in den Rhythmus integrieren.

Wie kann ich die Akustik im Büro günstig verbessern? Teppich auf dem Boden, schwere Vorhänge, ein Bücherregal an der Wand – schon diese einfachen Maßnahmen senken die Nachhallzeit und reduzieren störende Reflexionen. Wer mehr investieren will, greift zu Akustikpaneelen, Deckensegeln oder schallabsorbierenden Trennwänden.

Welche Büropflanzen brauchen am wenigsten Pflege? Sansevieria (Bogenhanf), Zamioculcas (Glücksfeder) und Epipremnum (Efeutute) sind nahezu unzerstörbar. Sie kommen mit wenig Licht und unregelmäßigem Gießen aus und filtern trotzdem Schadstoffe aus der Luft.

Quellenverzeichnis

Quellenverzeichnis

  1. BKK Dachverband (2024): Arbeitsunfähigkeitsdaten 2024 – Der Krankenstand stabilisiert sich auf Rekordniveau. https://www.bkk-dachverband.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/arbeitsunfaehigkeitsdaten-2024-der-krankenstand-stabilisiert-sich-auf-rekordniveau
  2. AOK/WIdO (2024): Krankheitsbedingte Fehlzeiten 2024. https://www.aok.de/pp/gg/daten-und-analysen/krankheitsbedingte-fehlzeiten/
  3. VBG (o.D.): Beleuchtung im Büro. DGUV Information 215-211. https://www.vbg.de/cms/arbeitsschutz/arbeit-gestalten/buero/beleuchtung-buero
  4. BAuA – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (o.D.): Beleuchtung und Licht. Handbuch Gefährdungsbeurteilung. ArbStättV Anhang 3.4, ASR A3.4. https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung/Gefaehrdungsbeurteilung/Handbuch-Gefaehrdungsbeurteilung/Expertenwissen/Arbeitsumgebungsbedingungen/Beleuchtung-Licht/Beleuchtung-Licht_dossier
  5. BGHM Magazin (2024): Licht und Beleuchtung am Arbeitsplatz. Ausgabe 04/2024. https://www.bghm-magazin.de/ausgaben/04-2024/licht-und-beleuchtung-am-arbeitsplatz
  6. Fraunhofer IBP (o.D.): Biophilic Design im Office der Zukunft. Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP. https://www.ibp.fraunhofer.de/de/geschaeftsfelder-produkte/biophilic-design-im-office-der-zukunft.html
  7. DGUV (2021): DGUV Information 215-443 – Akustik im Büro. Umwelt-Online. https://www.umwelt-online.de/regelwerk/cgi-bin/suchausgabe.cgi?pfad=/arbeitss/uvv/i214/215_443_21.htm
  8. BAuA – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2022): ASR A1.2 – Raumabmessungen und Bewegungsflächen. https://www.baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/ASR/pdf/ASR-A1-2.pdf
  9. Interface (2015): Human Spaces Report. Biophilic Design am Arbeitsplatz. Hrsg. von Prof. Sir Cary Cooper, Lancaster University.
  10. Nieuwenhuis, Marlon; Knight, Craig; Postmes, Tom; Haslam, S. Alexander (2014): The Relative Benefits of Green Versus Lean Office Space: Three Field Experiments. In: Journal of Experimental Psychology: Applied, 20(3), S. 199–214.
  11. Kaplan, Rachel; Kaplan, Stephen (1989): The Experience of Nature: A Psychological Perspective. Cambridge University Press.
  12. Ostadrahimi, Mehdi et al. (2013): A carbon footprint of an office desk. In: Journal of Cleaner Production, Vol. 53, S. 330–341.
  13. Ellen MacArthur Foundation (2020): Universal Circular Economy Policy Goals. https://www.ellenmacarthurfoundation.org
  14. Schlegel, N.; Rieke, M. (o.D.): Farbpsychologie am Arbeitsplatz. HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst.

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Bild von Anina Blatter, Einrichtungsberaterin bei Fenyx Office
Anina Blatter
Einrichtungsberaterin

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